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Wasser um 45% verteuern? Gehts Noch!

Wird unser "Wasser […] um 45% teurer", wie die Nuaracher Nachrichten vor kurzem titelte? Diese Gefahr ist leider real! Für eine Familie mit durchschnittlichem Verbrauch heißt das 110 €/Jahr an Mehrkosten. Kommt das fix? Noch nicht. Wir können es noch abwenden, wenn möglichst viele Nuaracher die Petition "Wassergebühren-Wucher verhindern!" unterzeichnen.

In der Gemeinderatssitzung vom 22. Oktober meinte der Finanz-Gemeinderat sinngemäß: Je 100.000 € an benötigtem Kredit muss man die Gebühren um 0,10 € erhöhen. Mit den geplanten Kredit von 450.000 bis 500.000 € über die nächsten 10 Jahre wäre das eine Erhöhung von 1,10 €/m³ auf 1,60 €/m³.

Ersatz-Gemeinderat Wilhelm Reich stellte die Gretchen-Frage: "Gehen die Gebühren nach der Tilgung des Kredits wieder runter?" Finanz-Gemeinderat und Amtsleiter bejahten, doch mir fehlt der Glaube daran. Welche Gemeindegebühr ist je wieder gesenkt worden? Ich unterstelle den Handelnden gar keine bösen Absichten, aber nach der Tilgung des Kredits gibt es bestimmt viele gute Gründe die Wassergebühren doch nicht zu senken.

Der Bedarf am 2. Standbein der Trinkwasserversorgung ist allen bewusst

Nuarach braucht ein zweites Standbein für die Wasserversorgung. Wir kommen um diese Ausgabe nicht herum, aber ist eine Gebührenerhöhung der richtige Weg? In der Budgetsitzung des Gemeinderates vom 17. Dezember 2019 dachten die Gemeinderäte laut über eine Investitionsbeteiligung nach. Dabei handelt es sich um eine einmalige Steuer auf alle Haushalte um den Investitionsbetrag zusammen zu bekommen. Dieser Vorschlag tauchte danach nie wieder auf und ich denke der Gemeinderat fürchtet sich vor dem Widerstand der Leute - zu Recht!

Hier kommt die Idee ins Spiel die Wassergebühren zu erhöhen. Für eine Gebührenerhöhung von 10 Cent pro 100.000 € Darlehen braucht man keine Bürgerversammlung und gibt den Gegnern keine Bühne. Die Gebührenerhöhung ist nichts anderes als eine monatliche Investitionsbeteiligung über die Kreditlaufzeit von 10 Jahren mit der rosigen Aussicht, dass die Gebührenerhöhung bleibt.

Rechnungsabschluss 2019
Rechnungsabschluss 2019

Das ist umso unverständlicher, da die Gemeinde 2019 einen Überschuss von satten 401.633,29 € erwirtschaftete. Diesen Überschuss sollte man genau dafür verwenden und dann braucht man keine Gebührenerhöhung oder Investitionsbeteiligung mehr. Die Gemeinde ist für die Bürger da und nicht umgekehrt!

Diese gewaltige Gebührenerhöhung können wir noch abwenden, wenn genug Leute diese Petition unterzeichnen: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/wassergebuehren-wucher-verhindern

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